Reiherkönigin

DIE REIHERKÖNIGIN

Bühnenfassung nach dem Roman von Dorota Masłowska
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
Diplominszenierung/Koproduktion mit der HfS „Ernst Busch“

Stans Karriere als Popstar scheint beendet. Seine Freundin hat ihn verlassen und sein Manager will nichts mehr von ihm wissen. Wie ein Verlorener treibt er durch die Großstadtnacht. Im rasenden Rhythmus sucht MC Dorota die extreme Auseinandersetzung mit unserer Medien- und Konsumwelt.

Regie: Krzysztof Minkowski, Bühne: Konrad Schaller, Kostüme – Maria Ricci, Musik: Bijan Azadian, Dramaturgie: Andrea Koschwitz, Paulina Neukampf, Schauspiel: Christian Ehrich, Marie Burchard / Elzemarieke de Vos, Carolin Karnuth, Nikolai Plath, Jonas Littauer, Manja Kuhl, Nikolai Plath, Manja Kuhl
, Jonas Littauer, Bijan Azadian


»Der aus Polen stammende Regieabsolvent Krzysztof Minkowski hat ‚Die Reiherkönigin‘ im Maxim Gorki Theater für die Bühne bearbeitet und inszeniert. Gespielt haben Studenten des vierten Studienjahres.Sie haben ganz auf die Persiflage aufgesattelt und richtig fette Farben aufgetragen. Vor den grüngelben U-Bahnkacheln von Konrad Schaller geben sie das Ganze weniger als Rap denn als Volldampfschlager-Revue, mit falschen Zähnen und echten Schwabbelbäuchen, viel lustigem Chorgesang und kunstfertigen Genretönen.«
Petra Kohse, Nachtkritik, 07.03.2008

»In der Inszenierung kommt es – wie im Roman – sehr auf die Sprache an. Krzysztof Minkowski hat nicht nur Dialoge, sondern auch Erzählpassagen des Buches wortgetreu übernommen und gestattet es seinen Akteuren nur selten, die Situation spielerisch auszumalen. Die Texte sind auch so bildstark genug. “Rap” steht als Genrebezeichnung über der Inszenierung. Doch das heißt nicht, dass die Schauspieler im HipHop-Takt singen. […] Die Inszenierung hat – wie der Roman einen doppelten Boden. Auf den ersten Blick erscheint sie vulgär, zynisch und auch oberflächlich – doch dann wird klar, dass sie eine vulgäre, zynische und oberflächliche Gesellschaft abbildet. […] Der junge Regisseur ist zurzeit noch Student am Regieinstitut der Schauspielschule “Ernst Busch” und legt “Die Reiherkönigin” seine Diplominszenierung vor. Man muss kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass man von ihm auch später noch hören wird. «
Oliver Kranz, RBB Kulturradio, 06. 03.2008

Premiere am 7. März 2008 am Maxim Gorki Theater

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