HOFFNUNG

Schauspiel nach der Trilogie »Habgier, Angst & Hoffnung« von Stijn Devillé. 

Rund 50 Patente pro Jahr. Diese stattliche Anzahl an Innovationen wird dem IMEC im flämischen Leuven zugeschrieben, einer Hightech-Instituts-Ausgründung der ältesten Universität des Benelux-Raumes. Hier wird ganz konkret an der Zukunft unserer Welt gearbeitet. In der gleichen Stadt arbeitet auch der Autor, Regisseur und Theaterleiter Stijn Devillé seit einigen Jahren an der Zukunft der Menschheit. Er setzt, wie die Forscher der traditionsreichen Universitätsstadt, auf die menschliche Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und groß zu denken. Devillé schuf die monumentale Theater-Trilogie »Habgier, Angst & Hoffnung«. Sie beleuchtet eine besondere Dekade, nämlich die Zeit seit der großen Finanzkrise 2008. Mit dem dritten Teil »Hoffnung« sind wir im Europa der Gegenwart angekommen. Bis dahin zeigen uns die Figuren in Devillés preisgekröntem Stück so manchen Weg aus scheinbar hoffnungsloser Lage. Es geht nicht nur um Aufarbeitung oder Anklage, sondern auch um ganz konkrete Zukunftsvisionen. Devillé macht Druck und Mut. Auf seiner Bühne treffen Strategen aus multinationalen Energiekonzernen auf Finanz-Versteher und Verkehrs-Entknoter. Anklagen ja, weiterdenken – bitte ebenso gern. Dieses Stück hätte gute Chancen beim Patentamt.

Inszenierung: Krzysztof Minkowski, Bühnenbild und Kostüme: Konrad Schaller, Musik: Micha Kaplan, Licht: Patrik Hein, Dramaturgie: Corinna Popp, Mit: Michael Wischniowski, Gaby Pochert, Till Weinheimer, Bernd Geiling, Thorsten Rodenberg, Sébastien Jacobi ,Mirjam Kuchinke und das Ensemble der Fridays for Future-Aktivisten: Livingsten Amalanathan, Julius Auers, Luise Brenner, Paul Blickle, Lea Ehrmann, David Tran, Simon Ohl, Giulia Schubert, Ronja Wachall, Emélie Wahl

»Licht aus! Etliche Zuschauer springen von ihren Plätzen und applaudieren begeistert. Der Coup ist gelungen. Die Bewegung hat ihr Publikum erreicht. Wer hätte gedacht, dass die grüne Revolution ausgerechnet von Saarbrücken ausgeht?« (www.nachtkritik.de, 07.09.2019)

»Wirklich brillant agiert Till Weinheimer als Gwens Vater Stevie, Symbol eines monströsen Neoliberalismus. Weinheimer gibt ihn mit herrlich grimmigem Witz als lässig-gefährliche Al-Pacino-Type, er aalt sich in Arroganz, kämpft mit grotesken Kung-Fu-Schritten gegen den neuen Geist« (Saarbrücker Zeitung, 08.09.2019)

„Hoffnung“ ist spannendes, informatives Agitprop-Theater. Wenn Sie sich für die Diskussion um die Klimapolitik, ja überhaupt für Politik interessieren, ist „Hoffnung“ eine echte Empfehlung. Es gibt nur noch wenige paar Termine, Sie müssten sich also beeilen.“ (Saarbrücker Zeitung, 14.10.2019)

Premiere am 07.09.2019 am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken