RONJA RÄUBERTOCHTER

von Astrid Lindgren

Ronja ist die Tochter von Mattis, dem stärksten aller Räuberhauptmänner, aller Wälder und Berge, und seiner klugen Frau Lovis. Mit einer wilden Räuberbande wohnt Ronja in der Mattisburg und verbringt ihre Zeit am liebsten im Mattiswald, wo viele gefährliche Gestalten wohnen und wo man am sichersten ist, wenn man sich nicht fürchtet. Bei einem ihrer Streifzüge schliesst sie Freundschaftmit Birk, dem Sohn eines verfeindeten Räuberhäuptlings. Als Mattis eines Tages von einem Raubzug mit Birk als Beute heimkehrt, kommt es zum folgenschweren Streit: Ronja zieht von zuhause aus und mit Birk in den Wald. Wird sie sich je wieder mit ihrem Vater versöhnen? Astrid Lindgren zeigt in Ronja Räubertochter, dass Freundschaft letztlich immer siegt: nicht nur über Rumpelwichte, Dunkeltrolle, Graugnome und wilde Druden, sondern auch über die eigenen Ängste und sogar über jahrzehntelange Räuberfeindschaft.

Inszenierung: Krzysztof Minkowski, Ausstattung: Konrad Schaller, Musik: Micha Kaplan, Licht: Andreas Enzler, Dramaturgie: Sonja Lamprechter, Schauspiel: Danielle Green, Marcus Schäfer, Silvia Rhode, Luzian Hirzel, Matthias Albold, Boglárka Horváth, Tim Kalhammer-Loew, Patrick Doba, Katharina Schmidt, Nicolas Wild, Hermi Widmer, Mark Rhiner

»Wie lächerlich der Räuberzwist tatsächlich ist, spielt Minkowskis Inszenierung genüsslich aus. In wechselnden Räuberrollen toben sich neben Boglárka Horváth und Matthias Albold auch Mark Rhiner, Nicolas Wild, Hermi Widmer und Katharina Schmidt prächtig aus und schlagen sich äusserst wacker (…) Gemeinsam ist das Ensemble links und rechts der Kluft, die sich durch die Mattisburg zieht (Bühne: Konrad Schaller), stark, selbstbewusst und lustig. Der einzelne im Wald aber steht allein da, unheimlichen Wesen ausgesetzt. Da zeigt sich, wer Hosenschisser ist und wer mutig. In ungekünstelter Weise hat Astrid Lindgren in «Ronja Räubertochter» auch eine Ode an die Natur gesungen. Eine Ahnung davon blitzt zwischen zupackenden Liedern und geharnischten Dialogen immer wieder auf.«
St. Galler Tagblatt, 16.11.2015

Premiere am 14.11.2015 am Theater St. Galen